Wundersame Lady kommt nach Gerswalde

Wundersame Lady kommt nach Gerswalde

Nicht nur die Uckermark hat mysteriöse Sagengestalten. In der ganzen Welt erzählen sich die Menschen aller Zeiten, was sie erleben, was sie bewegt. Phantasie und Wirklichkeit verschmelzen dabei manchmal zu zauberhaften oder schaurigen Bildern.

Am Samstag, den 3. Dezember 2016 um 16 Uhr lädt der Verein Uckermärkischer Mythengarten ins Café Dorfmitte nach Gerswalde ein, um einmal Geschichten auch aus anderen Regionen zu erzählen. Mit dabei sind Tiffany Anderjaska mit einer Geschichte aus ihrer einen Heimat, den Philippinen, Juliette Melzow vom Café Dorfmitte mit Querxen, Margrit Starick, Wahlgerswalderin mit einer Sage vom Oberuckersee und Johanna Martin, die aus dem unweiten Oderberg sagenhaftes zu berichten hat.

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Jäger Ringel

Jäger Ringel

Die Auseinandersetzung der armen Menschen mit dem Wohlstand des Schlossherren von Milmersdorf mündete in die Sage vom Jäger Ringel, der kein anderer als der leibhaftige Teufel war und dafür sorgte, dass der Herr stets sein frisches Wildbret hatte.

Gleich in welcher Richtung dieser einen Schuss abfeuerte, sofort lag das gewünschte Wild vor seinen Füssen. Der Preis für den Vorteil sollte sein vielgeliebter Sohn sein, den er aber nur hergeben musste, wenn er sich in einem Kahn auf dem Kölpinsee befand. Das dachte der Schlossherr durch Verbote verhindern zu können. Mehr lesen

Sagenhaft verzauberter Herbst

Sagenhaft verzauberter Herbst

Während die Natur draußen ihr Farbenspiel vollbringt, bevor die große Ruhephase des Winters beginnt, sind wir Menschen sehr beschäftigt. In Schulen und Universitäten wird gelernt. In der Verwaltung und Wirtschaft wird geprüft, was in diesem Jahr noch alles geschafft werden muss.

Die Tage werden kürzer und das Licht nimmt ab. Früher hat man sich um diese Jahreszeit gemeinsam am Kamin versammelt und einander Geschichten erzählt. In der Uckermark hat fast jeder Ort ein paar zu bieten.

Der Uckermärkische Mythengarten e.V. hat es sich seit vielen Jahren zu einem Ziel gemacht, diese Sagen bekannter zu machen. An zehn verschiedenen Plätzen in der Landschaft kann man sie entdecken in Form von kunstvoll gestalteten Rastplätzen. Ein nächstes Ziel für den Verein wäre es, die schön gestalteten und von den Besuchern geliebten Plätze auch auf bestimmten Karten eintragen zu lassen.

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Die drei Schönen von Berkenlatten

Die drei Schönen von Berkenlatten
Es war der Amtmann aus Suckow, einer derer von Arnim, ein mächtiger Mann, der lange vor dem dreißigjährigen Krieg in dieser armen kargen Gegend seinen Reichtum anhäufte. Die Bauern flüsterten sich deshalb zu, dass es bei ihrem Herrn nicht mit rechten Dingen zugehen könnte. Schon das Sprechen über eine solche Möglichkeit löste grosse Angst aus, so dass die Bauern hart arbeiteten und ohne Murren jede Ungerechtigkeit einsteckten, denn ihre Vermutungen hatten vielleicht einen realen Kern. Eines Tages,

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Rastplatz in Berkenlatten an der Wüsten Kirche

Rastplatz in Berkenlatten an der Wüsten Kirche

Ein cirka 20 Tonnen schwerer Findling, an dem unweit von hier jahrzehntelang die Pflüge der Bauern zu Bruch gingen, konnte mit Hilfe des Gutes Temmen für diesen Rastplatz zur Sage von den Drei Schönen geborgen werden. Gestaltet wurde der Platz von den Künstlern Johanna Martin und Lutz Dölle. Der Rastplatz bei der Wüsten Kirche in Berkenlatten wurde im Jahr 2006 geschaffen, vom Landkreis Uckermark gefördert und in Kooperation mit dem unweit gelegenen Straußenhof eingeweiht.

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Sagen um den Kölpinsee

Sagen um den Kölpinsee

Die untergegangene Stadt
Dort, wo heute in malerischer Landschaft der Kölpinsee ruht, soll es einmal eine Stadt gegeben haben, die Stadt Colpin. Diese Stadt aber musste untergehen, weil die Menschen durch Reichtum hartherzig geworden waren. Der liebe Gott hat die Menschen wegen ihres Unglaubens mehrfach ohne Erfolg verwarnt, bis er schließlich eine Flut schickte, in der die Stadt versank. Zurück blieb der Kölpinsee.

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Sabine und der Teufel von Arnimswalde

Sabine und der Teufel von Arnimswalde

Dort, wo sich zu Füssen des Spitzberges ein glitzernder See an die Hügel schmiegt, so wie ein Weib, das sich in der Sonne räkelt, bestellte ein junges Bauernpaar den steinigen Acker. Mann und Frau waren so arm, dass sie sich ihren sehnlichsten Wunsch, ein Kind zu haben, versagen mussten. Darüber wurden sie stumm gegen einander und wagten es kaum, ihre Liebe zu zeigen. Als sie eines Abends nach einem heißen Sommertag auf dem staubigen Acker im Garten hinter ihrem Häuschen saßen, in die untergehende Sonne blinzelten, sich die Augen wischten, um danach ihre Blicke traurig ineinander zu versenken, hörten sie Pferd und Wagen über die Arnimswalder Dorfstraße poltern. Wie erstaunten sie, als der vornehme Wagen ausgerechnet vor ihrer armseligen Kate hielt.

Ein Herr stieg aus. Er war in einen schwarzen Umhang gehüllt und auf dem schmalen Kopf trug er einen hohen Zylinder. Die Hände waren weiß, und die Fingernägel lang wie bei einem, der für sein Auskommen noch nie zu arbeiten brauchte. Dieser Herr klopfte nun an ihre wacklige Tür, trat ein, ohne die Aufforderung dazu abzuwarten und stand plötzlich mitten in ihrem Garten.

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